650 Jahre Mariastein | 550 Jahre Gnadenbild

Mit einer Fläche von 2,4 km2 und zirka 320 Einwohnern ist Mariastein die kleinste
Gemeinde des Bezirkes Kufstein. Zahlreiche Pilger und Ausflugsgäste besuchen
jedes Jahr die bekannte Wallfahrtskirche des Ortes, die sich auf einer 12 Meter hohen,
steil abfallenden Felsnase erhebt. Der einstige Wehrturm, ein 42 Meter hoher
Bergfried, wurde um 1360 vom Geschlecht der Freundsberger errichtet und diente
ehemals der Sicherung der alten Römerstraße.
 
Während ihrer jahrhunderte langen Geschichte wechselte die Burg des Öfteren die Besitzer. Eine Legende besagt, dass der Freiherr Karl von Schurff die Muttergottesstatue nach Bayern bringen lassen wollte, doch sie kehrte ohne menschliches Zutun zweimal auf wunderbare Weise nach Mariastein zurück.
 
Seither gilt die Gemeinde Mariastein als der zweitwichtigste Marienwallfahrtsort Tirols. Die Burg steht seit dem Jahr 1835 im Besitze der Erzdiözese Salzburg und ist heute Aufbewahrungsstätte des Tiroler Erzherzoghutes und des dazugehörigen vergoldeten Szepters – den Tiroler Landesinsignien, im Jahre 1602 gestiftet durch Maximilian III, den Deutschmeister.